Angriff auf die Freiheit

Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Onlineüberwachung durch die Geheimdienste, Fingerabdruckdateien, Bundestrojaner, Abschuss von Zivilflugzeugen durch die Luftwaffe im Entführungsfall, Internetsperren und Videovollüberwachung mittel CCTV. Das und noch viel mehr hat uns 9/11 gebracht.
Nicht „nur“ 3.000 Tote im World Trade Center, sondern eine ganz neue Welt: Eine Welt geprägt von Angst, der Angst vor Terror, vor dem Unfassbaren und dem eigentlich nicht Bekämpfbahren.

Wie verrückt wir sind, wie hilflos wir gegen diesen „Terror“ ankämpfen und vor allem wie sehr wir Stück für Stück eben jene Werte, welche wir verzweifelt versuchen zu schützen und zu bewahren gegen eben jene Terroristen, Schurkenstaaten und die schier allmächtige Al-Qaida, selbst demontieren und in Frage stellen. All das zeigt dieses Buch auf knapp 170 Seiten eindrucksvoll. Nicht die Terroristen sind unser Hauptübel, sondern diejenigen, die versuchen mit der Einschränkung eben jener Rechte und Privilegien, die sich die Menschen hier und anderswo auf der Welt über hunderte Jahre erkämpft haben diese Rechte zu „schützen“ – die sind das Problem.

Es werden nicht nur hanebüchne Geschichten erzählt, wie es beispielsweise in Großbritannien heute schon möglich ist Anti-Terrorgesetze gegen Verkehrssünder anzuwenden, sondern auch die Ahnungslosigkeit unserer Politiker aufgezeigt. Ein Wolfgang Schäuble, der verzweifelt versucht zu erklären, was er selbst nicht in Ansätzen zu verstehen scheint (in diesem Fall die Onlinedurchsuchung), Politiker die offen zugeben nicht zu wissen für oder gegen was sie da abgestimmt haben, aber es natürlich alles im Zuge des „Kampfes gegen den Terror“ getan haben.

„Sicherheit“ dieses Schlagwort, welches längst Unwort der Jahre 2002 bis einschließlich heute sein müsste, wird hinterfragt. Sicherheit kann und wird es niemals geben und jeder der einem versucht vollkommene Sicherheit zu versprechen lügt. Dies versucht das Buch mit interessanten, lustigen und schockierenden Fakten und Anekdoten zu belegen. Immer mehr wird dabei deutlich, dass wir Gefangene unserer eigenen Angst geworden sind.

Verdammt gut angelegte Euro – und sei es nur um einmal am nächsten CDU Wahlkampfstand den armen Kerl hinterm Tisch zum rotieren zu bringen, wenn man ihn und seine Gedankenwelt argumentativ in Schutt und Asche legt.
Schließen möchte ich mit einem Zitat aus dem Buch von Angela Merkel, welches scheinbar bezeichnend ist für unsere heutige Zeit und unsere Volksvertreter „Eigentlich läuft alles ganz prima, trotzdem brauchen wir mehr Überwachung!“

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