Slowakeiwoche 2006

14.07.

 

1. Urlaubstag und der soll natürlich nicht sinnlos verschwendet werden. Also flugs die 7 Sachen gepackt und ab in die Slowakei. Die Bahn hat derzeit wieder nen tolles Europaspecial, so dass die Fahrt nach Wien und zurück mit 78 Euro recht günstig zu bewältigen ist.

Um nochmal etwas Geld zu sparen für nen Taxi (Abfahrt Münster HBF nachts um 2:11, und kein Nachtbus fährt) wurde das Gepäck bereits mittags im Schließfach hinterlegt. Allerdings: Schließfach 3 Euro; Taxifahrt 8.- die Ersparnis rechnet sich nicht so wirklich.

Also – ohne Gepäck – einen feinen 5 km Fußmarsch hingelegt und unterwegs schon gut was zu lachen gehabt. Man mag einen ja belächeln, der zum Fußballgucken ne Woche in die Slowakei fährt, aber aus irgend nem Grund fühle ich mich besser als so Discospacken in pinken Tshirts die aufm Rad an mir vorbei heizen und einen labern von „heute Nacht noch ne geile Perle aufreißen“. ist ja nix gegen einzuwenden aber als Lebensinhalt doch schon recht arm.

In Gelsenkirchen beim umsteigen dann noch ein ganz armes Schwein getroffen und das trug NICHT Vokuhila, Oliba und Adiletten. Nen 14 oder 15jähriger Junge mit Oma, Mutter und Schwester auf’m Weg zum Flughafen Düsseldorf. und was Oma und Muttern ihrem Zögling zumuteten war schon herzerweichend. Dementsprechend angepisst war der Kurze auch und alle paar Minuten brüllte er die total unbeeindruckten Erziehungsberechtigten an sie mögen doch bitte endlich „ihre dummen Fressen“ halten. Mag zwar auf den ersten Blick hart sein aber bei dem was da alles rauskam durchaus verständlich die Reaktion. Naja halt noch nen bisschen durch, mit 18 kannste endlich ausziehen.

Im Zug dann möglichst weit von den Herrschaften weggehockt und bis Köln versucht zu pennen was aber mehr schlecht als recht gelang.

5:00 dann Ankunft in Köln wo mir erstmal ne betrunkene, maximal 14jährige erzählen wollte, sie sei mit 6 in Afrika vergewaltigt worden. Wer zum Teufel hat dich das gefragt? Geh nach hause mit Puppen spielen aber renn net um so eine Zeit alleine in nem Bahnhof rum.

5:48 geht es endlich los. Neulich habe ich noch in einem Bericht gefragt, ob es eigentlich Züge mit funktionierenden Klimaanlagen gibt … und ja: Es gibt sie! Dank gemäßigter Temperatur, angenehmer Lautstärke und super bequemen, vorher reservierten, Plätzen konnte ich nun endlich mal der Augenpflege frönen.

Wirklich erholsam war’s nicht, aufgewacht bin ich aber erst wieder in Österreich dank der dicken Dame mir schräg gegenüber. Wieso zum Teufel fährt man nach Österreich wenn man Angst vor Tunneln hat? Auf jedenfall durfte fleißig gequieckt und geheult werden während der Ehemann mit feinfühligen Kommentaren a la „nu flemm mal nicht gleich rum“ zur Deeskalation der Lage eher weniger beitrug.

Die Ankunft in Wien Westbahnhof war mehr oder weniger pünktlich, also schnell die Taschen gepackt und ab zur Sbahn Richtung Südbahnhof von wo die Züge nach Bratislava fahren. Wieso hat eigentlich eine solch große Stadt wie Wien keinen zentralen Hauptbahnhof? Statt dessen 15 Minuten Sbahnfahrt und für total überteuerte 11 Euro ein Ticket ins 60km entfernte Bratislava gelöst. Die Grenzkontrollen kann man eher als knuffig bezeichnen und so trudelte ich gegen 17:30 in Bratislava Hlavna Stanica ein. Das Hotel wurde bereits im Vorfeld gebucht für 20 Euro die Nacht und der im gleichen Haus befindlichen Jugendherberge für 4,50 Euro vorgezogen. Dafür gibt’s nen Einzelzimmer, TV und nen eigenes Bad – auf 6 Übernachtungen gesehen rechnet sich das durchaus.

Der 1. Taxifahrer wollte auch direkt mal 800 Kronen sehen für die Tour. 20 Euro … das kam sogar mir komisch vor. Also nen 30 Minuten Sbahnticket für konkurrenzlose 18 Kronen (nichtmal 40 Cent) erstanden und mir vom Fahrer mit Händen und Füssen erklären lassen wo ich umsteigen muss. Das ist wirklich das 1. mal, dass ich in ein anderes Land fahre und nicht EIN Wort ihrer Sprache kann. Eigentlich peinlich, aber irgendwo ist’s mit meiner geistigen Aufnahmefähigkeit auch mal gut gewesen. Ansonsten muss man sagen, dass Bratislava (ehemals Pressburg) früher dreisprachig (deutsch, slowakisch, ungarisch) war und man auch heute noch viele Leute findet, die deutsch (und zur not auch englisch) sprechen.

Nun also für 18 statt 800 Kronen zum Hotel und eingecheckt. Der Hotelier sprach lustiger Weise ein besser zu verstehendes deutsch als die Perle am Fahrkartenschalter in Wien 90 Minuten zuvor.

Das Zimmer versprühte einen leicht sozialistisch angehauchten „Charme“ aber war sauber und auch sonst durchaus annehmbar für das (übers Internet zu findende) billigste Hotel der Stadt.

Kurz vor 7 wurd’s nun wirklich Zeit für den ersten Kick und somit Länderpunkt Slowakei. Der Zug um 19:16 gen Senec war der auserkorene und um das noch zu schaffen musste nun wirklich nen Taxi her. Komischer weise wollte der – auch sehr gut deutsch sprechende – Fahrer nicht 800 sondern nur 250 Kronen. Taximafia …

Für einen Freitagabend und eine Stadt mit immerhin fast einer halben Millionen Einwohnern, super leere Straßen und eine pünktliche Ankunft im kleinen aber recht feinen Bahnhof. Schnell ein Studententicket gezogen für sagenhafte 35 Cent (26km Zugfahrt!) und rein ging’s in den wartenden Zug. Der nächste Schritt ging aber direkt rückwärts wieder raus. Das kann doch unmöglich nen Personenzug sein? Von innen eher ein Viehtransporter – sprich: ein großes Abteil ohne irgendwas. Keine Sitze, keine Haltestangen, nichts. Die Leute saßen einfach auf dem Boden. Im nächsten Wagen dann aber normale Sitze und hingehockt. Keine 10 Sekunden später steht der Schaffnix neben mir und erklärt meinen Fahrschein für ungültig, weil dies ein „INTERCITY“ (JA! INTERCITY!!) sei. Alter geht’s noch? Die Leute hocken hier aufm Bretterboden und du willst mir erklären das sei nen Intercity? Egal, lamentieren hilft nix und ich muss einen sagenhaften Aufschlag von 15 Cent berappen. Dafür gibt’s dann auch gleich nochmal nen neues Ticket, das mit Druckertinte etc wohl kaum den Fahrtpreis decken dürfte. Ulkiges Land …

In Senec angekommen sieht man auch direkt vom Bahnhof aus das 3.200 Zuschauer fassende Stadion, Luftlinie vielleicht 500 Meter. Das ist doch mal Fußballtouristenfreundlich. Leider aber halt nur Luftlinie und mittendrin liegt eine art Naherholungsgebiet mit nem schönen, großen Teich und Campingplatz. Der Umweg hält sich jedoch zum Glück in Grenzen und nach 15 Minuten laufen steht man vorm Haupteingang und der Frage ob man nun 2 oder 2,50 Euro eintritt zahlen möchte. Die 2 Eurokarte bekommt den Zuschlag und rein ins Vergnügen.

Das Stadion ist noch recht neu wie es aussieht, eine überdachte Haupttribüne, links davon die Hintertorseite haben sich die Heimfans (Clubfarbe orange *würg*) breit gemacht. Ihnen gegenüber gibt es nix und der Gästeblock ist am hintersten Ende der Gegengeraden untergebracht. Viele Gäste aus Nitra werden heute wohl nicht erwartet, stehen doch alle Verbindungstore weit offen und die anwesenden 5 Staatsdiener machen es sich auch eher bequem.

Der Aufsteiger kann am ersten Spieltag auch direkt mal eine ganz ordentliche Zuschauerkulisse von etwa 1.600 Zusehern verzeichnen, davon etwa 50 im Fanblock hinter einer „FC Senec“ Fahne und einer Gummipuppe ohne Luft, welche beide am Zaun direkt hinter dem Tor hängen. Auch wenn 50 nicht viel klingt, die Stimmung war ganz ok und auf jedenfall mehr als vorher erwartet. Recht laute Gesänge und Bewegung über die kompletten 90 Minuten. Nach 5 Minuten dann ein wenig Bewegung im vermeintlichen Gästeblock, wo ein Schrank von Typ aus’m Stadion geleitet werden soll wegen welcher Straftat auch immer. Die Situation wird von Heimseite direkt mal gnadenlos ausgenutzt, 5 Typen springen nen paar Sitzreihen nach unten, reißen die Zünder von ihren Rauchbomben und binnen Sekunden ist dichter orangener Nebel in der Luft, so dass das Spiel für einen Moment aussetzen muss. Der gegnerische Torwart simuliert brennende Augen, wird aber von Schiri zurechtgewiesen und heult still weiter vor sich hin.

Zum Dank für diese nette Aktion haben die Heimfans nun für den Rest der 90 Minuten die Staatsmacht im block stehen, die jedem einzelnen auf die Finger guckt aber insgesamt erinnert die Szenerie eher an Regionalliga vor 4 oder 5 Jahren, wo die Cops auch noch nicht so recht wussten wie sie mit sowas umgehen sollen.

In der Halbzeit werden dann mal die sanitären Anlagen gecheckt und für sehr gut empfunden. Holla – so saubere Klos in nem Fußballstadion hab ich auch noch nicht gesehen außerhalb der Vipzonen. Und als nächstes – war ja klar – stechen einem weitere deutsche Fußballtouristen ins Auge. Wieso sind Deutsche im Ausland eigentlich immer so leicht zu erkennen? Rucksack auf, Kamera in der Hand und in der anderen mindestens 2 Bier. Dazu dann schräg zum Spielfeld sitzend, so dass man auch garantiert nix sehen kann … hilfe! Also wurde es vorgezogen anonym zu bleiben und flugs zurück auf die Tribüne.

Beim 0:1 in der 57. Minute sah man dann doch ein paar Gästevertreter jubeln, diese hatten es sich aber auf der Haupttribüne bequem gemacht, Stimmungsmässig kam über 90 Minuten nicht einmal was.

Der Bolz plätscherte nun eher vor sich hin, die letzten 5 Minuten nochmal ein Aufbäumen bei Senec – jedoch ohne Erfolg. Abpfiff und ab zum Bahnhof, sonst droht hier ne 6 Stunden Zwangspause.

Auf dem Bahngleis dann wie es kommen musste. 15 Leute steigen ein, davon 6 Deutsche. Wieso fahre ich 1.000km und dann rennen immer noch überall Deutsche rum? Egal alleine in nen Abteil gehockt und die paar Minuten Fahrt auch noch überlebt.

Dafür das nächste Problem: Als Volltrottel vom Dienst hat man natürlich kein Kleingeld mehr bei der Hand und die Fahrkartenautomaten hier nehmen keine Scheine. Dank gerade spontan beschlossenem Boykott der lokalen Taximafia ging es nun zu Fuß los. Das 1. mal in ner Hauptstadt und ohne Stadtplan das Hotel finden. Geht nicht? Gibt’s nicht! Ok zugegeben: Nach 50 Minuten kommen auch mir dann langsam Zweifel aber was erspähen meine Adleraugen da? Kollege Basti an ner Sbahnhaltestelle. Der Herr hat sich in der Jugendherberge des Hauses Druzba einquartiert wo wir uns eigentlich auch treffen wollten. Er hatte im Gegensatz zu mir die Anreise per Flugzeug vorgezogen und musste sich das Spiel in Senec daher schenken – bei geplanten 17 Tagen Aufenthalt aber auch net so schlimm.

Kurz in Erfahrung gebracht, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde und die letzte Haltestelle zu Fuß bewältigt. Im Hotel angekommen nurnoch die Füße nach oben, die schon gesammelten 1-7 Blasen bestaunt (diese sollten in den kommenden Tagen noch ordentlich expandieren) und geschlafen wie ein Weltmeister. (Sieh an, noch nen Weltmeistertitel … mal schauen wie lange die Bildzeitung braucht um das in Erfahrung zu bringen)

 

15.07.

 

Neuer Tag, neues Glück und das fängt erstmal mit ausschlafen an. Als ich um 11:30 aufstehe ist Basti schon auf halbem Wege nach Banska Bystrica, während ich es vorziehe den heutigen Tag in der Hauptstadt der Slowakei (1992 aus aus der Tschechoslowakei hervorgegangen und seit dem eigenständiger Staat) zu bleiben und abends bei Wiederaufsteiger Slovan Bratislava vorbei zu schauen.

Zunächst aber wird der nächste Billa attackiert. Für sage und schreibe 5 Euro wird der Einkaufswagen bis oben hin vollgepackt und der Kühlschrank auf auf den letzten Zentimeter gefüllt. Ein Zwischending zwischen Milchbrötchen und Croissant kostet keine 2 Cent, 2 Liter Cola derer 80 – so macht shoppen doch Spaß. Wobei man sagen muss, dass nur die Kosten zur Lebenshaltung so günstig sind, Markenartikel wie Schuhe, Klamotten, Elektronik etc nicht wirklich viel weniger kosten als bei uns.

Um sich einen weiteren Tag vor dem Touristenticket zu drücken wird beschlossen heute alle Wege per Pedes zu erledigen um so auch noch was mehr von der Stadt mit zu bekommen als aus der Sbahn heraus möglich. Innenstadt und Donauufer haben es mir echt angetan – eine art „kleines Prag“ aber halt lange nicht so überlaufen und voller Touristen, zudem auch noch einiges günstiger wie bereits erwähnt.

Nach 2 Stunden Gerenne durch die Hitze ist dann aber doch erstmal gut gewesen und eine kalte Dusche muss ran. Danach etwas zappen durchs TV-Programm. Sorry, wenn ich jetzt (mal wieder) wirklich vom eigentlichen Thema abschweife, aber das was ich da gesehen hab war schlicht sensationell.

Irgend eine klasse Sendung auf VOX, die mir bisher vorenthalten wurde, in der es darum geht den eigenen Garten auf Vordermann zu bringen. Was DA für Leute vorgeführt wurden ist schlicht genial. 2 Tunten, die ein Gartenhäuschen richtig „tuffig und super“ designen wollten und sich darüber in die Haare kommen ob die Regenrinne nun golden gemacht werden soll oder nicht, ein Pärchen aus’m Ruhrpott, dass sich nen Pool in den Garten baggert, weil „ein Freibadbesuch mit den Kindern ja 100 Euro (!!!) kostet und das so viel billiger ist“ und ein Freak, der seine Nachbarn nichtmehr sehen kann und spontan einen 4 Meter hohen Gartenzaun hochzieht. Zitat des absoluten Kotzbrockens, der eigentlich mehr damit beschäftigt war seine Kaline fertig zu machen als den Zaun: „Ich bin das, was man sich als Nachbar und Mitmensch nur wünschen kann …“ ja ne is klar Dieter!

Also zurück zum Wesentlichen!

Wie gesagt heute großer Lauftag und so ging es dann auch wieder ohne motorisierte Unterstützung zum Nationalstadion, in dem Slovan Bratislava seine Heimspiele austrägt. Vom Typen an der Rezeption nur Kopfschütteln geerntet, ahnte man schon, dass es nicht sooo nah sein würde. Daher auch mal spontan 3 Stunden vor Kickoff losgelaufen. Als nach einer stunde Fußmarsch immer noch keine Flutlichter zu sehen waren wurden mal die ersten angequatscht, alle jedoch recht hilflos. Dann kam meine große stunde. Ich schleiche mich von hinten an einen Rentner ran und gerade als er nicht damit rechnet bringe ich ein „Na Stadion Slovan Bratislava?“ über die Lippen und fuchtel wild in eine Richtung. Doch der Alte ist geschickt und tut so als höre er mich nicht. Also 2. Anlauf und ihm in den Weg gestellt. Der Arme zuckt zusammen und checkt erstmal welche Ehre ihm da gerade zuteil wird. Als Gegenleistung nimmt er meinen Arm und zieht mich die Straße runter. Er spricht leider kein Wort deutsch oder englisch, ich wie gesagt kein Wort slowakisch und so ergibt sich ein lustiger deutsch/englisch/slowakisch/russischmix, bei dem wohl keiner von uns beiden mehr als jedes 10. Wort versteht. Was sich aber in meiner Gehirnmasse verfestigt hat war, dass der gute 72 Jahre alt ist und an besagtem Tag bereits geschlagene 20!!km durch die Stadt getingelt ist. Ziemlich krass bei solchen Temperaturen und in dem Alter. Naja wild auf mich einredend zieht er mich über rote Ampeln, über Sbahnlinien und weiß der Teufel woher ehe er sich verabschiedet und mein 50 Meter weiter rechts würde ich mein Glück finden. So ganz glauben kann ich’s nicht, sind doch keine Flutlichter oder Ähnliches zu sehen aber in der Tat: 50 Meter und ich hab’s gefunden.

Richtig schön Ostblocklike: Riesige Flutlichtmasten, weitläufiges Stadion (komplett Sitzplätze) und der Putz fällt von allen Ecken und Enden. Dazu verrostete Tore und Zäune … wunderbar hier lebt Fußball noch!

Da noch keine Polizei da ist eben schnell ins Stadion und auf den Rasen gehüpft um ein paar Fotos zu schießen dann eine kleine Stadionrunde hingelegt.

Nachdem die Bilder im Kasten waren und noch genügend Zeit, ging’s direkt nach Nebenan wo Lokalrivale Inter sein Stadion hat. Das Gleiche in gelb – geil geil geil! Traumhaft solche Stadien. Richtig witzig hier: Die Fans waren gerade dabei das Stadion auf Vordermann zu bringen und malten Aufgänge und Zäune frisch an. Dazu lief Marschmusik aus den Lautsprechern. Auch bemerkenswert: Im ganzen Stadion lediglich EINE Werbebande.

Diee Stadiontore wollten sich irgendwie immer noch nicht öffnen und so zog ich mich dann mit ner guten Pizza in der Hand auf nen Nebenplatz des Interstadions zurück und „genoss“ die letzten Minuten von etwas, das wohl Jugendfußball darstellen sollte. Wenn das der Nachwuchs hier ist, dann kann einem aber ganz Angst und Bange werden.

Egal 60 Minuten vor Spielbeginn um 20 Uhr gingen dann doch die Tore auf und der Herr Schulz, seines Zeichens Prolet, zeigt was er hat und nimmt „Haupttribüne Mitte“ für 2,50 Euro. Direkt neben den Vipplätzen … wer hat, der hat!

A propos haben: Der Opa nen paar Reihen vor mir hat auch. Und zwar ne Literflasche Schnaps oder Vodka, die man hier leicht reinkriegt, da Eingangskontrollen nicht für nötig gehalten werden. Auch „spassig“: Überall Antifa Hooligans Schmierereien ums Stadion aber das Ordnerpack rennt nur mit „Thor Steinar“ Pullis rum und Klamotten auf denen zahlen wie „18“ oder „88“ zu sehen sind.

Zurück zu meinem neuen Freund dem Schnapsopa. Kaum sitzt er, wird die Flasche angesetzt und gepient. Mehr dazu später.

Auf der Gegenseite werden jetzt langsam aber sicher einige Zaunfahnen aufgehängt – die meisten orientieren sich vom Style her bei ihren polnischen Nachbarn. In der Mitte ein dicker Balken mit Aufschrift (zb „Brickfield Casuals“), links und rechts abgeschlossen durch a) einen Sensenmann und b) eine Bulldogge. Oben und unten jeweils auch nochmal ein kleiner Streifen mit einem Spruch drin. Versammeln tut sich der vielleicht 350-400 Mann starke Haufen hinter der „Pressburg rules“ Fahne. Stimmungsmässig beginnt alles recht langweilig und aus Trencin ist erwartungsgemäß auch keiner mitgekommen. Nach 5 Minuten dann aber plötzlich Bewegung, 3 Transpis werden ausgerollt, einige Pappen verteilt und in den beiden Aufgängen rechts und links vom block brennen immens helle Breslauerfeuer. Kurz reingeschaut und direkt nurnoch schwarze Punkte gesehen juhu!

Alles total chaotisch als neben Transpi und den reflektierenden Pappen in blau und weiß nun auch noch ein paar Fontänen gezündet werden aber irgendwie lustig anzusehen. Außerdem ging ab jetzt auch der Support los. Besonders interessant dabei das Umdrehen des Fanblocks zum Oberrang und Wechselgesänge mit eben jenem.

Die Gesänge waren schön laut und in einer gewissen weise auch melodisch, wobei das natürlich bei osteuropäischen Sprachen nicht immer ganz einfach ist. Dazu immer wieder einzelne Fontänen und Klatscheinlagen. 16. Minute 1:0 für den Aufsteiger und alles am feiern, der Opa setzt zu einem großen Zug aus der Flasche an.

Bis zur 56. Minute passierte nun auch nicht mehr viel. Ein Sturmlauf von Slovan, Trencin kriegt garnix gebacken außer Fouls und fleißiges Freistossschinden. dann aber berechtigter Elfer für die Gäste und zack der Ball ist drin wie aus heiterem Himmel. Komischerweise war dies die Initialzündung auf Heimseite richtig geil abzugehen und 30 Minuten Support vom Feinsten abzuliefern inklusive kompletter Block Oberkörperfrei und am hüpfen wie die Irren. Super! 85. Minute: Ein Transpi „Antiantifa“ „Hooligans Slovan“ wird entrollt, dazu wieder Fontänen und der ganze Block singt „Hooooooliiigaaaans – Hooooliiiigaaaans“ Schon bescheuert: Draußen alles voll „ANTIFA“ Tags und im Stadion dann das braune Gegenteil.

Mittlerweile war auch das Spiel so packend und Slovan so drückend überlegen, dass ich richtig mitgefiebert habe. 89. Minute Angriff über rechts … Flanke: TOR! GEEIIILLL! 5.600 Zuschauer total am ausrasten … naja nicht alle. Der gute Suffopa hat zur 85 Minute seine Klamotten gepackt und ist gegangen weil die Flasche leer war. Reife Leistung

Kleine Anekdote am Rande: Ein total verwirrter Typ rennt nun aufs Feld, hampelt rum und wird von den Ordnern hinter den Heimblock abgeführt. Dabei wird er nicht gerade sanft behandelt. Das sehen seine Kumpels gar nicht so gerne und zack geht es mit nen paar Leuten hinterher. Durchs Tor sieht man noch wie die Ordner die Beine in die Hand nehmen und irgendwas Größeres hinter ihnen herfliegt.

Die Nachspielzeit totale Extase im Heimblock – sowas hätte ich hier niemals erwartet. Auch nicht, dass ich ohne ein Wort gesprochen zu haben von dem Typen neben mir plötzlich in gebrochenem Deutsch gefragt werde wie ich das Spiel fände. Wie hat der denn das erkannt?

Egal leider ist auch dieses Spiel nach knappen 93 Minuten vorbei und ich kann mich an den Nachhauseweg von ca 7 oder 8 Kilometern erfreuen, die einsamen Blasen an den Füssen über Nachwuchs und die Donau sich an einem einsamen Spaziergänger. Komisch, wie leer es hier abends auf den Straßen ist aber auch irgendwie richtig angenehm.

Bleibt nur die Frage was die ganzen Fossa dei Leoni Aufkleber in der Stadt machen … und wieso ich von dem Marsch durch die Innenstadt keine Fotos gemacht habe. Wunderschöne Biergärten und Straßencafes wohin man guckt und eine super Stimmung überall. Ich hab mich bisher im Ostblock noch nirgends so wohl und auch sicher gefühlt wie hier.

 

16.07

 

Heute ist einigermaßen frühes Aufstehen angesagt, es geht mit dem 9:34 Zug nach Ruzomberok. Hätte mir vorher jemand gesagt, dass dieses Örtchen 260 Kilometer in den Karpaten liegt, dann hätte ich mir vermutlich was Längeres angezogen, so ging es dann mal herrlich unvorbereitet und mit kurzer Buxe und Tshirt auf die knapp 4 stündige (wohlgemerkt für 260 km) Fahrt über Trnava, Trencin, Puchov, Zilina …

Dabei lese ich mir mal den gestern bekommenen Spielplan von Slovan durch. Alter Schwede wer bei uns über Anstoßzeiten meckert sollte sich das mal ziehen: 10:30, 13:00, 13:30, 14:00, 14:30, 15:00, 17:30, 20:00 – ja wer soll denn da noch den Überblick behalten? Und irgendwie wollen die es schaffen bis zum 25.11. den 22. Spieltag hinter sich zu bringen.

Naja die Fahrt heute kostet inkl. Rückfahrticket in etwa 9 Euro, also recht teuer im Vergleich zum rest – dafür gibt es aber auch einen wirklich hochmodernen Zug und ein 6er Abteil für mich alleine (weil ich an anderen Abteilen die „reserviert“ Schilder gemopst habe und bei mir drangepappt).

In Ruzomberok angekommen hockt auch gleich Basti da, der von Banska Bystrica mit dem Bus hergekommen ist und schon ein wenig vor sich hinfriert. Irgendwie war’s doch außerhalb der Berge um einige Grad wärmer. Egal, die Sonne kommt so langsam durch und wir verbringen die Zeit damit, die örtlichen Schönheiten etwas genauer unter die Lupe zu nehmen ehe ein Restaurant in der Innenstadt angesteuert wird. Ein hübscher Laden, noch hübschere Kellnerinnen und gutes Essen – so soll’s sein und so lassen wir es uns bis etwa eine Stunde vor Spielbeginn so richtig gutgehen.

Dann ein kleiner Marsch durch die Stadt und geradewegs aufs Stadion zu. Und was sehen unsere begeisterten Augen? Ja natürlich wieder ne 3er Reisegruppe Deutsche. Super …

Fix eine Karte für die Sammlung (2,05 Euro) gekauft und dann beim Pressechef vorstellig geworden ob die beiden Herrschaften nicht aufs Feld dürften. Schnell gab’s 2 ‚Vesti‘ und druff waren se.

Das Stadion sah ein wenig anders aus als erwartet, wird doch gerade die eine Hintertorseite umgebaut. Wo auf Fotos noch eine alte Kurve zu sehen war ist nun ein großer Schutthaufen. dafür links und rechts 2 große überdachte Sitzplatztribünen in rot und gelb gehalten, die knapp 5.000 Zuschauern platz bieten. Hinter dem 2. Tor führt direkt eine Straße her, dort findet sich nur eine Betonmauer und eine art Stadionkneipe mit Aussicht aufs Spielfeld von der Terrasse im 1. Stock. Auf der Anzeigentafel werden Choreo- und Pyrofotos der Gäste aus Trnava eingespielt, ebenso Panoramapics aus der Stadt – passt irgendwie zu den Eintrittskarten, auf denen der Gast als 1. genannt wird. Im krassen Gegensatz zu dieser Gastfreundlichkeit steht der Käfiggang, durch den man in Gästeblock kommt und die Uniformierten und paramilitärisch aussehenden Cops vor eben jenem.

Was noch anzumerken wäre: Hier muss man als Münsteraner einfach mal gewesen sein. Rings um quasi nur ein Sponsor auf den Werbebanden. Aufdruck „SCP“ – sehr geil und schon fast alleine Grund hier mal her zu kommen. An dieser Stelle übrigens schöne Grüße nach Zwickau, die ihre Freude an den örtlichen Nummernschildern (RK) haben dürften.

Dicke Minuspunkte gibt es jedoch auf beiden Seiten zu verteilen: Genau wie Senec hat Ruzomberok orange in den Vereinsfarben, vor dem Gästeblock werden Fahnen gehisst, die sehr deutlich an dunklere Kapitel der deutschen Geschichte erinnern.

Ansonsten scheint Trnava eher die art von Verein zu sein die man gerne sieht. Ein guter supportorientierter Haufen (darunter einige gute Schlachtschiffe) macht es sich im unteren Teil des Blockes bequem. Eine ganz ordentliche Zahl für einen Sonntagabend 20:00 ist mitgereist, wenn man bedenkt, dass sie mit Zug nicht vor 2 Uhr wieder zu hause sind. Der Rest des Stadions ist fast bis auf den letzten Platz voll um sich das Spiel der beiden Teams anzusehen, die in der letzten Saison noch bis kurz vor Schluss um die Meisterschaft gerungen haben.

Zum Einlaufen auf Heimseite ein bisschen Fahnenschwenken und irgend ne nervige Tröte, die rot-schwarzen Gäste, die mit Banik Ostrava befreundet sind und das über das Spiel auch mehrfach betonen, legen hingegen gut los. Viele Gesänge von allen getragen, Hüpfeinlagen und so weiter. Standartprogramm aber doch alles erneut in einer Intensität und mit einer Begeisterung, die ich in diesem Land nicht erwartet hätte.

Zack 23. Minute 1:0 – der Heimzuschauer jubelt und die Gäste randalieren ab. Erste Versuche über den Trennzaun zu kommen, Gegenstände wechseln von der Hand des einen an den Kopf des anderen und so weiter. Die Polizei, die vorm Block steht hat genug mit ihren Kötern zu tun, die quasi zu keiner Zeit zu bändigen sind und sieht sich scheinbar außer Stande irgendwie einzuschreiten. Gerade hat sich die Situation einigermaßen beruhigt, da fällt in der 32. Minute das 2:0 und das ganze Schauspiel fängt von vorne an. Ein oder 2 Sitzschalen werden von vermummten Kindern aus der Verankerung gerissen und nen paar echt grob aussehende Kampfschweine versuchen den Trennzaun zu überwinden. Neben diesem setzt eine kleine Völkerwanderung ein und eine art Pufferblock entsteht wo niemand mehr sitzt. Jetzt kommen auch die Behelmten mal langsam auf den Plan und positionieren 5 oder 6 der Ihrigen dort. Wie auch schon in Senec: Das alles erinnert ein wenig an Regionalliga vor einigen Jahren.

Den Rest der 1. Halbzeit verbringen die Meisten jetzt mit der Provokation der Staatsmacht. Besonders hervorzuheben dabei die beiden Freaks, die mit einem Doppelhalter die ganze Zeit nem Köter vor der Nase rumfuchteln, so dass er versucht die Betroffenen anzuspringen, was jedoch aufgrund der hohen Banden nicht funktioniert. Die beiden Pflegefälle verlieren dabei aber ein ums andere mal ihre Fahne und Freund und Helfer wie man nunmal ist: Die Grünen (welche hier Tarnfarben tragen) geben sie jedes mal zurück und der Spaß kann von Neuem beginnen.

Als 2. zu erwähnen wäre dann noch ein alter Mann, der ein wenig aussah wie ein Chinese und irgendwie an einen Lehrmeister in alten Kungfu Filmen erinnerte. Dieser hängte sich minutenlang über die Brüstung mit eindeutigen Handbewegungen und bepöbelte in einer Tour die beiden Cops, die 2 Meter vor ihm standen. Comedy vom Feinsten.

Aber richtig lustig sollte es erst in der Halbzeit werden. Ein weiteres Beispiel totaler Planlosigkeit des Sicherheitsapparates: Kleinere Gruppen zu 1-3 Leuten verlassen den Gästeblock und marschieren auf die Straße. Hinter besagter Mauer zur Straße lagen aufgeschichtet einige Betonklötze, auf denen es sich Jugendliche bequem gemacht hatten um den Eintritt zu sparen.

Das Nächste was wir sehen ist, wie alle schnell aufspringen und wie wild pöbeln und nach unten treten. Um den Betonklotz herum stehen sportlich gekleidete junge Herren aus Trnava, welche versuchen den Gören an die Wäsche zu gehen. 1 oder 2 Schals wechseln den Besitzer doch einer scheint es noch nicht ganz gelernt zu haben und meint mit rotierendem schal die Jungs da unten provozieren zu müssen. Im nächsten Moment ist auch dieser Schal weg und uns kommen vor lachen fast die Tränen – wenn man sowas auf Video aufgenommen hätte, das hätte man zu Geld machen können!

Über die Mauer hängen jetzt 2 Bullen und versuchen mit Knüppeln total sinnbefreit auf die 3 Meter entfernten Rabauken einzuprügeln – der Erfolg bleibt natürlich eher aus. Die nun auf der Straße heran eilenden haben da schon mehr Erfolg und so geht es widerwillig zurück in den Block.

Die Stimmung der 2. Halbzeit ist jetzt mehr eine „nun erst recht“ und dementsprechend dreht der Block durch. Größtenteils nun oberkörperfrei wird gesungen und gehüpft was das Zeug hält .. 3:0. so langsam sieht es nach einer Demontage aus … 4 Minuten später in der 75. 4:0.

Es ist jetzt so laut, dass die Polizeiköter garnichtmehr Herr ihrer Sinne sind und versuchen sich gegenseitig, den Hundeführer und auch mal den Linienrichter zu beißen. Groß, einfach nur groß das Ganze!

Zum Abpfiff gehen auf einen Schlag fast 75% aller Lampen aus. Geldsparen ist ja schön und mag auch nötig sein, aber eigentlich nur ein weiterer Beweis, wie planlos hier alles abgeht. So stehen auch plötzlich 3 oder 4 Leute schon vorm Gästeblock auf dem Rasen, können aber zurückgedrängt werden. Wir geben brav unsere Vesti ab und geraten erstmal in irgendwelche Rennereien. wer da wen und warum jagt ist nicht so ganz ersichtlich aber irgendwie löst sich das ganze auch recht schnell wieder auf.

Wir marschieren nun erstmal zurück zu unserem Restaurant, denn der nächste Zug fährt erst 1:16. wir haben uns aber den Zug etwa 70 Minuten später auserkoren. gründe dafür: Der 1. hat eine Stunde Rangieraufenthalt unterwegs und der 2.: Unterwegs in Trencin ist am heutigen Tag ein großes Festival zu ende gegangen, was volle Züge befürchten lässt.

Der Wunsch nach noch einer Pizza wird von der hübschen Kellnerin negativ beschieden, daher wird nur was getrunken ehe es zur Geisterstunde wieder in die Kälte geht weil der Schuppen dicht macht.

Hätte uns jemand vorher gesagt, dass unser Zug 40 Minuten Verspätung hat, wie hätten uns wohl auch noch in den 1:16 gequetscht – aber da dies leider unterblieben ist durfte fleißig weiter gezittert werden. Und dann rein ins Vergnügen, zumindest so gut es ging. Selbst auf den Fluren lagen se schon übereinander. Ja super … wir also bis ans Ende des Zuges und hinter das 1. Klasseabteil in den Ausgang gehockt. Hier zog es jedenfalls nicht und wir hatten unsere Ruhe. Diese Ruhe war jedoch noch von längster Dauer. Zunächst nen paar Suffköppe die es alle nicht gecheckt haben, dass das Klo abgeschlossen weil defekt ist, dann eine hässliche fette Schaffnerin. „hier Zweiklasse, nix Einklasse“ „Danke für nichts und hier bitte 100x ‚erste Klasse – zweite Klasse‘ schreiben du Miststück!“ Also wieder zurück in die Menschenmassen auf den Gang der 2. Klasse … welch ein Spaß nachts um halb 4! Wieder so ein Moment wo man doch kurz ins Grübeln kommt wieso man sowas tut und wieso ausgerechnet einem selbst immer sowas passieren muss. Aber ein Sonnenaufgang über nem großen Bergsee entschädigt doch irgendwie für einiges.

Ankunft in Bratislava Hlavna Stanica irgenwas nach 8 Uhr! Über 10 stunden nach Abpfiff im 260 Kilometer entfernten Ruzomberok … 10 Stunden unterwegs für 260 Kilometer! Das darf doch alles nicht wahr sein – aber gelohnt hat es sich!

 

17.-20.07.

 

Die letzten 3 Tage wurde quasi Sightseeing extrem veranstaltet. Ein 3 Tagesticket für den Nahverkehr kostet 210kr (etwas über 5 Euro) und berechtigt nicht nur zum Fahren von Sbahn und Bus sondern auch Nahverkehrszügen etc bis zur österreichischen Grenze und fast bis Ungarn (Györ). Also wurde jetzt auch im größeren Ausmaß die Umgebung von Bratislava erhoppt und bestaunt. Nicht nur die Stadt (vor allem die historische Altstadt wo im Moment viel renoviert wird) sondern auch das Umland mit den Ausläufern der Karpaten ist wunderschön. Viel Grün, Berge, alte Dörfer und überall freundliche Menschen. Ein Land, das mich auf jedenfall nochmal wiedersehen wird.

Picknick an der Donau, Essen gehen zu utopischen pPeisen (Pizza ab 2 Euro) … so lassen sich 3 Tage gut rumbringen. Eigentlich sollte mittwochs noch Mattersburg-Rapid Wien attackiert werden, aber an die 40 Grad und 4 Stunden Zugfahrt, die wir uns eigentlich eh nichtmehr leisten konnten, dazu eine verdammt knappe Verbindung zurück am Abend und wir verschieben das lieber mal auf später.

Eine nette Überraschung gab es dann noch auf dem Rückweg. Buchen im Europaspecial konnte man nur Köln->Wien, der Zug fuhr aber scheinbar schon ab Dortmund. So stand zumindest als Ziel Dortmund in Wien auf der Anzeigentafel. Wunderbar so spart der schlafende Fahrgast nochmal 10 Euro und da man so nett war den letzten Lüner in Dortmund aufzuhalten (die Zugbesatzung meines Zuges kam auch aus MS und wollte nach hause) ist mir auch noch ein unfreiwilliger 5 stündiger Aufenthalt im Pott erspart geblieben. Und wie beendet man so eine Tour stilecht? Genauso wie wie begonnen hat mit dem Sparen des Taxigeldes und einem feinen Marsch nach hause – nur diesmal leider mit dem gesamten Gepäck auf den Schultern!

 

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